Island im Winter


Im Dezember machst Du Dich auf den Weg nach Island, um Nordlichter zu sehen. Bei Deiner Ankunft schneit es heftig, die Straßen sind völlig vereist. Selbst die Isländer sind überrascht über so viel Schnee vor Weihnachten. In den kommenden Tagen scheint tagsüber oft die Sonne, obwohl es nie vollständig hell wird. Nachts wütet der Schneesturm. An Nordlichter ist bei Schneefall natürlich nicht zu denken. In der vorletzten Nacht hast Du Glück: mit Einbruch der Dunkelheit tauchen sie auf, die Nordlichter!

 

Eiszeit vs. Endzeit

 

Es ist eisig kalt. Der Weg von dem Du glaubst, dass er Dich zu Deinem Ziel bringen würde, ist unter einem halben Meter Schnee verschwunden. Du beschließt, Dein Auto am Straßenrand zu parken und den einige Kilometer langen Weg zu Fuß zurückzulegen. Die Strecke ist mühselig, bei jedem Schritt sackst Du bis zu den Knien im Schnee ein. Es ist noch halb dunkel, doch was ist das dort in der Ferne? Ein Tier, das sich ganz allein durch den Schnee bewegt? Vermutlich ein Polarfuchs, leider ist er zu weit weg, als dass Du ihn sicher identifizieren könntest. Du gehst weiter. Langsam wird es heller, doch Du siehst nichts außer einer weißen Wüste aus Schnee und Eis. Du fragst Dich, ob Du wirklich auf dem richtigen Weg bist oder hast Du Dich in der weißen Einöde verlaufen? Hoffentlich nicht, denn die Orientierung fällt im tiefen Schnee ziemlich schwer.  Plötzlich liegt es vor Dir: Majestätisch hebt es sich von dem weißen Hintergrund ab, die langsam aufgehende Sonne taucht die Kulisse in ein leichtes Orange. Die Szenerie erinnert Dich an einen Science Fiction Film. Als wären dort, in der Ferne, soeben Aliens gelandet. Langsam näherst Du Dich. Die Sonne schiebt sich über den Horizont. Dann liegt es direkt vor Dir, im Hintergrund die aufgehende Sonne: das Flugzeugwrack am eigentlich schwarzen Lavastrand von Island…bereit von Dir erkundet zu werden: 

 


Marokko


Stell Dir vor Du gehst durch enge, rot verputzte Gassen. Hinter Dir hupen Rollerfahrer und schon rauschen sie an Dir vorbei. Pass auf, dass sie Dich nicht umfahren! Am Besten Du hast Deine Augen überall, um all die Sinneseindrücke wahrzunehmen und trotzdem nicht mit einem Eselkarren oder Rollerfahrer zusammen zu stoßen. Es duftet an jeder Straßenecke anders, mal nach Orange, mal nach Safran oder Minze. Auf Deinem Weg werden Dir an Straßenständen die unterschiedlichsten Dinge angeboten: Schuhe, Lampen, Gewürze, Lederwaren, Teppiche. Immer tiefer dringst Du in das Stimmengewirr ein, Musik ist zu hören, von Schlangenbeschwörern und Derwischen. Doch plötzlich ruft der Muezzin von der Moschee, alle anderen Geräusche verstummen. Weitere Gebetsrufer stimmen ein und rufen zum Gebet auf: Allahu akbar! Nach etwa 5 Minuten ist von den Muezzinen nichts mehr zu hören und es wird weiter musiziert und getanzt. Es herrscht wieder ein emsiges Treiben auf den vollen und bunten Straßen. Ein Fest für alle Sinne: Du hörst die Musik, siehst die bunten Farben der Teppiche und riechst die Gewürze an jeder Ecke...Du befindest Dich in Marrakesch:

 


Namibia


Mit einem Auto mit Dachzelt bist Du in Namibia unterwegs. Von Windhoek fährst Du direkt in den Etosha Nationalpark. Von dort aus weiter über den Brandberg und die Skelettküste bis nach Swakopmund. Nach einer Nacht mitten in der Namib geht es ins Sossusvlei und Deadvlei. Anschließend fährst Du nach Lüderitz, um die Geisterstadt Kolmannskuppe zu entdecken (siehe "Lost Places"). Vorbei an den Wildpferden von Aus treibt es Dich nach einer Nacht im Köcherbaumwald wieder zurück nach Windhoek...


Olifantsbad

Wie aus dem nichts tauchen zwei Elefantenbullen aus dem Gebüsch auf. Langsam trotten sie eine Senke hinunter bis zu einem Wasserloch. Dort grüßen sie die verdutzt guckenden Impalas mit hoch erhobenem Rüssel. Anschließend baden sie ausgiebig und stillen ihren Durst. Während des Schlammbades schauen sie immer wieder hoch zu den drumherum stehenden Autos. Plötzlich fängt einer der beiden Bullen an, auf die Autos zu zulaufen. Ein Safariwagen kann sich gerade noch in Sicherheit bringen. Der Elefant macht kehrt und rennt direkt auf das Auto vor Dir zu. Bevor etwas passiert, fährst Du ganz langsam rückwärts davon. Glück gehabt! Als Du später nocheinmal an das Wasserloch zurückkehrst, ist der Parkplatz voller Elefantenspuren. Umgestürzte Autos siehst Du aber zum Glück keine!

 


Zwischen Wüste und Wolken

Es ist heiß und windig auf dem Sesriem Campsite in der Nähe des Sossusvlei. Beim Kochen erzählt Dir ein Tierfotograf, er sei schon seit 3 Wochen hier und warte darauf, dass endlich Wolken im Deadvlei aufziehen, damit er vernünftige Fotos machen kann. Nun sei er es jedoch leid, er wolle am nächsten Tag abhauen. Am kommenden Morgen brichst Du noch im Dunkeln auf, um in aller Ruhe den Sonnenaufgang auf dem Big Daddy, der höchsten Sanddüne der Welt, zu erleben. Danach läufst Du die Düne hinunter ins Deadvlei. Surreal wirkt diese Landschaft mit den toten und knorrigen Bäumen mitten in der Wüste. Als hätte die Natur das Terrain um die toten Bäume vom Sand verschont, um zu zeigen: Einst gab es tatsächlich Leben in dieser unwirtlichen Gegend. Der Boden brennt unter Deinen bloßen Füßen, kein Schatten, keine Wolken. Als es zu heiß wird, gehst Du zum Auto zurück. Du suchst Dir eines der wenigen schattigen Plätzchen und ruhst Dich aus. Am Abend willst Du den Sonnenuntergang in der Wüste sehen. Plötzlich tauchen kleine Kapspatzen an Deinen Wasserkanistern auf. Wo die wohl herkommen? Viele Bäume oder Wasser gibt es hier jedenfalls nicht. Du baust eine improvisierte Tränke und teilst Dein Wasser. Die Ruhe weicht dem fröhlichen Gezwitscher der kleinen Vögel. Als Du zufällig nach oben schaust, siehst Du: Wolken! Und so läufst Du mit Deiner Kamera schnell wieder Richtung Deadvlei. Dabei fragst Du Dich, ob Du dort wohl auf den Fotografen von gestern stoßen wirst, aber nein, Du bist komplett allein im Deadvlei...

 


Nichts für schwache Mägen

Es stinkt ganz gewaltig! Für Menschen mit schwachem Magen ist die Robbenkolonie am Cape Cross sicher nichts. Beim Öffnen der Autotüren schlägt Dir ein beißender Geruch entgegen. Zwischen 80.000 und 100.000 Zwergpelz- oder auch Ohrenrobben leben an dem Küstenstreifen. Kein Wunder, dass es stinkt und laut ist. Ursprünglich gab es mal einen Holzsteg auf dem Besucher sich den Robben bequem nähern konnten. Doch heute belagern die Robben einen Großteil des Stegs. Bis zum Parkplatz sind die Tiere mittlerweile vorgedrungen und so musst Du Dir den Weg auf die freien Teile des Holzstegs erst einmal bahnen: vorbei an quiekenden Robben in verschiedenen Größen, denn auch viele kleine Robben sind an diesem Tag unterwegs. Das Meer vor der Küste ist mit schwarzen Punkten übersät. Du beobachtest die Brandung, mit jeder Welle werden unzählige Robben an Land gespült. Ein faszinierendes Schauspiel. Im Sand entdeckst Du viele Spuren, vermutlich von Hyänen. Die vielen Knochen und Kadaver stützen Deine Vermutung. Der Besuch am Cape Cross ist ein nachhaltiges Erlebnis, nicht nur, weil Dir der Geruch nicht mehr so schnell aus der Nase geht...

 


Mexiko


Ganz spontan fliegst Du auf die Halbinsel Yucatan in Mexiko. Dort mietest Du Dir ein Auto und erkundest die Mayastätten Chitzen Itza, Uxmal, Edzna, Calakmul und Tulum. Neben der kulturellen Bildung kamen aber auch das Schnorcheln und Sonnenuntergänge am Strand nicht zu kurz:


Mayatempel mitten im Dschungel

Stell Dir vor Du fährst eine schmale Straße entlang. Rechts und links das satte Grün des Regenwaldes. Auf Deinem Weg begegnen Dir Truthähne und andere exotische Vögel, die Du sonst nur aus dem Zoo kennst. In dem Moment, in dem die Tiere die Straße verlassen, sind sie im Dickicht des Waldes verschwunden. Das erinnert Dich ein bisschen an Harry Potter und seine Freunde am Gleis 9 3/4. Nach etwa einer Stunde kommst Du an einem Parkplatz an. Ein Trampelpfad führt Dich direkt in den Dschungel. Es ist früh morgens und Du erlebst das Erwachen des Waldes. In einiger Entfernung hörst Du Affen brüllen. Nun weißt Du, warum sie Brüllaffen heißen. Langsam stimmen immer mehr Vögel in das Gezwitscher ein. Du entdeckst immer mal wieder überwucherte Mauerreste am Wegesrand und plötzlich stößt Du auf eine riesige Mayapyramide mitten im Dschungel. Du gehst den treppenartig angelegten Rand der Pyramide hoch. Stufe für Stufe. Zum Glück sind zwischendurch immer mal wieder Plateaus eingebaut, sodass Du, falls Du stürzt, mit etwas Glück nur einige Meter hinunterfallen würdest. Zurück gucken solltest Du trotzdem lieber nicht. Ziemlich aus der Puste erreichst Du die Spitze der Pyramide. Was Du dort siehst macht Dich sprachlos: Die scheinbar unendliche Weite des Regenwaldes. Hier und da ragen die Spitzen der umliegenden Mayapyramiden zwischen den Baumwipfeln empor. Die Vögel singen und fliegen zwischen den Baumkronen hin und her. Unvorstellbar wieso die Maya von diesem paradiesischen Fleckchen Erde so plötzlich verschwanden und nie mehr zurückkehrten. Der Gedanke daran und das Bewusstsein darüber, dass dieser wunderbare Lebensraum immer weiter zerstört wird, machen Dich nachdenklich. Noch einige Zeit bleibst Du sitzen und lässt Deinen Blick schweifen. Dann krabbelst Du die Pyramide rückwärts wieder herunter, denn das erscheint Dir weniger schwindelerregend als es vorwärts zu versuchen. Unten angekommen machst Du Dich, ohne zu Wissen wo es lang geht, auf den Weg zur nächsten Pyramide. Die grobe Richtung kennst Du ja. Plötzlich hörst Du ein Rascheln in den Bäumen: Ein paar Affen hangeln sich direkt über Dir von Ast zu Ast...

 


 

Zwischen Guppys und Mangroven

Die Cenote Manatis ist durch einen Tunnel direkt mit dem Meer verbunden. Du ziehst Deine Schwimmflossen an und streifst Dir Deine Taucherbrille über. Dann lässt Du Dich langsam von den Steinen in das kristallklare Wasser gleiten. Es ist ziemlich kalt. Sofort spürst Du an Deinen Beinen, wie etwas an Deiner Haut nippt. Als Du untertauchst siehst Du, dass um Dich herum überall kleine Fische. Durch die Wurzeln der Mangroven fallen viele kleine Lichtstrahlen ins Wasser und es glitzert und funkelt wohin Du auch schaust. Plötzlich spürst Du einen Sog und Du wirst immer weiter an den Rand der Cenote gezogen. Vor dem Eingang zu dem Tunnel, der im Meer mündet, hängt ein Seil. Dein Glück, denn so kannst Du Dich festhalten, ohne hinab gezogen zu werden. Du sammelst neue Kraft und schwimmst mit schnellem Flossenschlag zurück ans sichere Ufer.

 


Der Fotostreifzug wird fortgesetzt... 

Hier folgen nach und nach weitere Fotos und Geschichten!